BRILLENSAMMLUNG

 
Alles begann 1974
Mit dem Sammeln alter, gebrauchter Brillen begonnen hat der Kapuziner, der auch Blindenseelsorger im Elsass war, im Jahr 1974. Angeregt von der Erfahrung, dass Sehbehelfe vor allen in afrikanischen Ländern als Luxus galten. Sechs bis acht Monatsgehälter kostete eine einfache Brille, allerdings gab es oft keine Augenärzte oder Optiker. Später wurde auch aus Indien, Indonesien und mehreren südamerikanischen Ländern Bedarf angemeldet, aber auch in Albanien, Rumänien und in der Ukraine gab es Abnehmer. So wurde aus der ursprünglichen Sammelaktion „Brillen für die Dritte Welt“ die umfassendere Aktion „Brillen ohne Grenzen – Lunettes sens frontière“  (www.lunettes-sans-frontiere.org).
 
Brillen gehen vom Elsass in alle Welt
Mehr als 6.500 alte Brillen hat Robert Sammer vom Blindenapostolat Wien im Jahr 2009 mit seinen Helferteam gesichtet, gereinigt, verpackt und abgeschickt. Verschickt hat er sie wie in den Jahren zuvor ins Kapuzinerkloster Hirsingen im Elsass. Allerdings an einen neuen Adressaten, denn „Brillen-Pater“ François Meyer, der die Sammel-Aktion vor mehr als 30 Jahren begonnen hatte, ist in Pension gegangen. Mittlerweile koordiniert Denis Schicklin das Team von rund 30 Freiwilligen, das die aus verschiedenen Ländern einlangenden Brillensendungen in Empfang nimmt, aufarbeitet und wieder versandbereit macht. Pater François ist am 16. August 2010 im Alter von 81 Jahren verstorben.
 
Nachfrage ist aktuell: Euro-Brillen gingen nach Kabul
Gebraucht werden diese in vielen Ländern wertlos gewordenen Brillen und Brillenfassungen in anderen Kontinenten nach wie vor. Im September 2009 sandten die Mitarbeiter von „Lunettes sens frontière“ eine Tonne mit Sehhilfen voll bepackter Bananen-Kartons nach Afrika. Auch in Afghanistan werden Brillen aus Europa verteilt: im Oktober brachte ein Militärflugzeug eine Ladung von Paris nach Kabul.
 
Helfen Sie mit!
Unterstützt wird diese Sammelaktion u.a. vom Blindenapostolat Wien.
Sie können nicht mehr benötigte Brillen und andere Sehhilfen an das Blindenapostolat Wien senden bzw. dort abgeben:
 
Blindenapostolat Wien
Stephansplatz 6/6/636
1010 Wien