DIE GESAMMELTEN BRILLEN KOMMEN IN DIE ZENTRALE VON "BRILLEN OHNE GRENZEN"

 

In den letzten 11 Monaten wurden im Blindenapostolat Wien 11.300 gebrauchte Brillen abgegeben bzw. zugeschickt.

Am 11. Mai 2018 war es dann soweit, dass diese Brillen in die Zentrale von „Brillen ohne Grenzen“ (Lunettes sans frontière) gebracht wurden. Nach der Verladung von 40 Bananenschachteln voll Brillen und einer großen Box voller gebrauchter Briefmarken und hunderten alter Ansichtskarten gab uns Weihbischof Scharl den Reisesegen und die Reise ins Elsass begann.

Nach mehr als 12 Stunden Fahrt mit einigen Hindernissen wie Staus und mehr als 900 Kilometern erreichten Stephan, Esther und ich bereits im Dunkeln den Ort Hirsingue (Hirsingen). Der Präsident von „Brillen ohne Grenzen“ erwartete uns bereits. Nach dem Entladen zeigte er uns alles und erklärte uns, was nun mit den Brillen geschieht.

„Brillen ohne Grenzen“ wurde vom Franziskanerpater Francois-Marie Meyer im Jahre 1974 gegründet. Die Organisation ist heute in den Kellerräumen eines ehemaligen Franziskanerklosters untergebracht. Heute werden in diesem Haus behinderte Kinder betreut.

„Brillen ohne Grenzen“ zählt heute ca. 30 ehrenamtliche Mitarbeiter, niemand ist angestellt. Jeden Tag gehen die Mitarbeiter zur Post und holen dort Pakete mit Brillen ab, die aus ganz Frankreich zugeschickt werden. Gläser kommen auch aus Deutschland, der Schweiz und Belgien, erzählt man uns.

Der sehr arrangierte Präsident erzählt und zeigt uns: Die brauchbaren Brillen werden zuerst aussortiert, danach werden sie gereinigt und die Dioptrien mit 3 Messgeräten festgestellt. Es folgt dann die Ablage in den entsprechenden Boxen. Am Ende werden die Brillen zu 3 Kilo-Päckchen verpackt. In jedem solcher Pakete sind Gläser mit gleichen Dioptrien. Dabei wird geachtet, dass sowohl, Damen-, als auch Herren- und Kinderbrillen dabei sind.

Wohin kommen nun die Brillen. Die meisten Brillen werden in 30 verschiedene Länder in Afrika geschickt und zwar in den mittleren Teil von Afrika, also nicht nach Nord- und Südafrika. Ein Teil der Brillen kommt auch nach Südamerika und in die Karibik bzw. nach Asien. Nach Osteuropa kommen die Gläser nur, wenn ein Mitarbeiter gerade dorthin fährt. Zum Schluss erfahren wir, dass „Brillen ohne Grenzen“ jährlich 80.000 Brillen verschickt, damit bedürftige Menschen eine unerschwingliche Sehhilfe bekommen.