BERICHT ÜBER UNSERE ZYPERNREISE

Auf den Spuren von Paulus und Barnabas

(Ein Bericht von einer Teilnehmerin in Gedichtform)

 

Schon wieder steht ein Urlaub an,
dem man sich nicht entziehen kann,
denn es geht nach Zypern,
dem schönen, doch geteileten Eiland.
Mit im Verband
sind diesmal nur noch zehn and're Getreue.
Wie ich mich darauf freue!!

 

Sonntag, 23.4.2017

Per Railjet also vom Hauptbahnhof Wien
geht’s dahin,
wo der Treffpunkt in Schwechat.
Schlußendlich sind alle dort parat:
langer Weg, Schlange-stehen,
einchecken, weiter gehen,
Pass- & Body-control,
auch dort ist es voll.
Airbus 321 fast ausgebucht.
Gangsitze ausgesucht
für Marina und mich.
Ruhiger Flug bis fast ans Ziel,
da rüttelt es plötzlich viel.
Doch wir landen sicher in Larnaka.

Alles läuft glatt
bis man das Hotel 'Park Beach' in Lemesos erreichet hat.
Kurze Aufregung in einem der Zimmer,
worum's ging, weis ich nimmer,
ich glaub es ging um die Decke,
die zum Schrecke
anders aussah als daheim!

Nach geglücktem Zimmerbezug noch zur Messe in St. Kathrin.
Und Strandspaziergang im Wind.
Nachdem wir so viel gesessen sind
tut das gut.
Der Strumwind zerrt an meinem Hut.
Und die Wellen peitschen ans Land
mit dem vulkanischen Sand am Strand.
Sturmwind und Wellen,
diese Gesellen,
übertönen den hellen Klang
der Eucalyptusblätter, der deren Gesang.

Im Restaurant gutes Bier zum Essen.
Im Zimmer dann noch ein wenig gelesen.

 

Montag, 24.4.2017

Gut ausgeruht erwacht
nach rastvoller Nacht.
Gleich nach dem Frühstück steht der Kleinbus bereit -
08:30 Uhr die Zeit
und Chauffeur Pandelis fährt los.
Ja sag doch blos,
unser Guide heißt Zenon, ist ein Mann!!,
der uns gleich sehr viel erzählen kann
über das Entstehen der Insel:
so z. Bsp., daß sie aus dem Meer Tedis geschoben,
von der Eurasischen Platte gehoben
vor 60 Millionen Jahren;
er erzählt über City-Königreiche, die friedlich waren;
über die Eiszeit 12.000 (BC) vor Christ;
daß ausgerottet damals Zwergelefanten- & Krokodile
interessant auch ist,
da deren Haut die Ziele
für Bekleidung.
Viele Kaufleute kamen und gingen
mit den unterschiedlichsten Dingen:
(1.200 BC) da waren Ton- & Kupferverarbeitung,
doch man war ja nicht dumm
und gründete selbst eine große Töpferei
in Kurion, ei, ei!
Und diese Stadt wuchs an
bis man 200.000 Menschen zählen kann.

Entlang der S-Küste kannte man nur 4 Städte:-
Pafos  -  Lemesos  -  Larnaka  -  Famagusta, sie wuchsen um die Wette,
wobei an der N-Küste man
nur viele kleine Dörfer bestaunen kann.

Um das Jahr 50 BC -
wir kennen sie  -
da liebte Kleopatra ihren Marc Antonius,
der Zypern übernehmen muß.
Begehrt war das Land
bei Vielen, denn es war Zuckerlieferant,
und wurde 800 AD ein Teil von Byzant.
Auch 'Richard the Lionheart' war hier
sowie die Kreuzritter.
All dies und mehr
erzählt uns der Herr;
auch über Landwirtschaft von damals bis heute:
Kartoffel und Zitrusfrüchte, Erdnussanbau, Weizen & Wein.
Wir sehen Zypressen
und dürfen dabei nicht vergessen,
daß von ihnen ja der Insel Name stammt.

Nun sind wir in Pafos angekommen,
aus dem Bus geklommen
und werden hier die archäologische Stätte besuchen.
Wir befinden uns so um 400 BC in der Hellenistisch-Römischen Zeit.
Die frühere Agora ist weit
und heute mit wunderschönen Blumen bestückt.
Mein Herz ist beglückt!
Da leuchten gelb die wilden Chrysanthemen,
obwohl rot der Mohn, er tut sich nicht schämen,
wiegt lautlos sich im Wind.
Wir kosten Senfkraut & Anis geschwind.
Auch erfahren wir übern Paternoster-Baum,
Tamariske, Jacaranda, Hibiscus.
Auch die Geschichte der Daphne-Tränen
tut er erwähnen,
dem Strauch, den wir heute Lorbeer nennen.
Auch die Myrte zeigt man stolz.

Dann geht’s hinein in ein Gebäude aus Holz.
Selbiges schützt die Mosaike im Haus des Dyonisos.
Dieses ist riesengroß
und prächtig die dargestellten Mosaikbilder,
die Geschichten und Mythen erzählen:
die von Thespe & Pyramos will ich wählen
oder Daphne & Apoll,
wirklich toll!
Im Eingang zum einstigen Haus sind Bilder der '4 Jahreszeiten',
sie sollen Freude & Gesundheit bedeuten.
Auch die Geschichte von Ariadne & Theseus erzählt man uns
anhand dieser Mosaiken-Kunst.
Wir sehen auch wilde Tiere dargestellt
aus Afrika und anderen Teilen der Welt.

Die Ausrichtung der Häuser ist geplant mit dem Wind,
der Küchen- und andre Gerüche nimmt geschwind.
Auch Kanäle gibt es schon
und einen Verputz aus Bendonit, wasserdicht wie Beton.

In der Agia Kyriaki feiern wir eine Messe.
Sie ist das Herzstück gewesen
von einer 7-schiffigen Riesenkirche mit Atrium, Wasserstelle
und Taufkapelle.
Hier auch hören wir von Paulus' 39 Peitschenhieben
und sehen die vermeintliche Säule, die geblieben.

Nach einer Mittagspause,
welche Zeit gibt zu kleiner Jause,
fährt man zurück Richtung Osten.
Wir besuchen nun eine Stätte,
die wohl manch' and're Insel gerne hätte,
nämlich eine besondere Felsenbucht an der Küste,
wo Aphrodite, so die Sage es wüßte,
aus den schaumigen Wogen stieg.
Um harte Felsbrocken im Meer
brechen sich hier die Wellen sehr,
und schäumen ans Land.

Von hier aus fahren wir schnell
zurück zu unserm Hotel.
Manch einer hat noch Mut
sich dort zu werfen in die Flut.
Danach schmeckt das Dinner besonders gut.

 

Dienstag, 25.4.2017

Während früher Morgenstunde
hatte scheints eine Katze bei Wolfgang sich eingefunden.
Dies erzählt beim Frühstück er.
Heute fahren wir Richtung Meer:
Kolossi & Kurion
peilen wir an.

Auf der Fahrt durch Lemesos = Limassol
ist der Straßenverkehr recht voll.
Doch zunächst noch Gedanken zum Tag
von Henriette & Ignaz, der sagt,
daß Markus der Tagesheilige sei.
Grad fahren wir an hohen Hotelbauten wir vorbei,
welche es erst seit 1977 gibt.
Vorher war nur die Altstadt beliebt.

Zenon, unser toller Führer-Guide
ist bereit
wieder mit uns sein Wissen zu teilen:
zunächst erfahren wir
von 58% Arbeitslosigkeit hier,
ausgelöst durch Krieg & Teilung der Insel.
Gleichzeitig gab's auch Krieg im Libanon
& 120.000 flüchtende Christen kamen hier an!,
wo sie wurden freundlich aufgenommen
und froh waren, den Unwirren daheim zu entkommen.
Kleines Land mit großem Herz,
kein Scherz!!

Inzwischen fahren wir
in Britschem Hoheitsgebiet hier:
es umfasst 230 Quadratkilometer Land,
das einst für seine Zuckerrohrplantagen war bekannt.
Heute ist der Boden nicht mehr feucht
was der Zuckeranbau bräucht.
Dafür aber wachsen heute
Zitrusfrüchte hier, ihr Leute.
Blüten und Früchte zugleich auf jedem Baum,
man glaubt es kaum.
Ihr würziger Duft
schwängert die Luft.
Geerntet werden reif die Früchte nur
und ihr Geschmack ist Genuß pur!

Palmen sieht man dann und wann,
dies zeigt Behausung uns von Moslems an,
denn sie ist ihr heiliger Baum.

Aus der Geschichte hören wir,
daß Richard Lionheart geheiratet hier,
doch sein Haus und Land
erhielt der Johanniter Orden bald.
Hier in Kolossi das schlossartige Haus
ragt weit über die Felder hinaus.
Auch weis man jetzt,
daß auch Wein rundum einst angesetzt,
Drum trinkt man heute 'Commanderia', einen 17%igen guten Schluck.
Im Garten rundum blüht es üppig genug:
Lithodora, umschwärmt von Bienen,
die dem Honigmachen dienen,
Hibiscus & Geranien, ein Pfefferbaum
und Boxhörndeln liegen beim Johannisbrotbaum.
Das gibt mir einen Stich,
denn sie sind Kindheitserinnerung für mich!

Unser nächster Stop liegt hoch überm Meer.
Ich genieße den Ausblick von Kurion sehr!
Auch das Haus von Eustolius hier ist groß.
Und wieder erzählt man uns über die Klos:
Hier sind es drei Räume: Dampfsauna  -  Trockenraum  -  „Geschäfte-machen“,
man glaubt es kaum!

Nebenbei hören wir:- gibt’s eine Akropolis spricht man von einer Stadt,
Dorf bleibt es, wenn's keine hat.
Auf gutem Weg wandern wir zum halbkreisförmigen Theater hin.
Der Sinn,
die Bühnenakustik auszuprobieren.
Sie ist zum Faszinieren!
Im warmen Sonnenschein spaziert man nun zurück zum Bus.

Denn weiterfahren nach Omodos man muß.
Dieses Dorf liegt auf 700 m im Troodos Gebirge.
Die kurvige Straße ist gesäumt von blühenden Mimosen,
richtig großen
und Riesenfenchel, beide leuchtend gelb.
Dahinter liegen Trockenmauern in Terassen,
die viel Wein hier wachsen lassen.
Die Reben werden ganz niedrig gehalten:
50/60 cm knorrig dunkle Gestalten.
Auch Weißdornbüsche am Straßenrand
und Zistrosen im felsigen Land.

Bald sind wir angekommen im netten Ort.
Es gibt ein altes Kloster dort:
„Zum Heiligen Kreuz“ ist es benannt
und steht seit 210 AD des  Dorfplatzes unterem Rand.
Ikonostase, kein Altar,
aber diese wunderbar!
Hören, daß man Jesus, Maria & Johannes den Täufer verehrt,
und durch's Heilige Tor nur der Priester verkehrt.
Der Gesang kommt nur von einem Chor,
Instrumente kommen in der Orthodoxie niemals vor.
Balkone hinten für die Frauen
musste man um 1700 bauen,
Einfluß der Osmanen.
Hier im Kloster „Zum Hl. Kreuz“
war die schöne Helene bereits.
Der Doppeladler ist ihr Zeichen/Wappentier,
der den Fußboden zieret hier.
Beeindruckt waren wir alle
und beten 'den Engel des Herrn' noch in diesem Falle.

Durch enge Gassen geht es hin
bis wir bei einer alten Weinpresse sin'.
Dunkel ist es in dem Raum,
drum sieht man zunächst die herrlichen Tonkrüge kaum.
Auf den gelesenen Trauben wird 'getanzt',
bis du nimmer kannst.
Erst dann verwendet man die Presse.
Daß ich nicht vergesse,
der Trester wird gleich noch destilliert,
wobei man Oozo produziert.

Zurückgewandert zu unserem Bus.
Man weiter ins Dorf Vasa fahren muß.
Dort gibt es eine kleine Weinproduktion.
Die nette Winzerin erwartet uns schon
und führt uns durch ihren Betrieb.
Gekeltert wird sowohl in Ton als auch Stahl.
Zur Verkostung gibt es weißen und roten Wein
und ich kaufe auch gleich zwei Flaschen davon ein.
Es mundete der Weißwein mir,
Und Zypernwein gibt’s ja nur hier.

So gegen 17:00 Uhr kehren wir   heim,
immer noch bei herrlichem Sonnenschein.
Da lockt uns das Meer zum Schwimmen.
Henriette, Ilse und Cettina
finden es recht salzig aber prima!
So auch ich,
herr(e)lich!!!

 

Mittwoch, 26.4.2017

Die Spatzen pfeifen schon vom Dach
als ich erwach.
8 Uhr früh geht’s heute los
und nach einem Morgengruß
übernimmt Zenon das Microphon.
Er erzählt vom antiken Amatus und Kurion.
Da beide durch Erdbeben recht arg mitgenommen,
hatte man sich ein Herz genommen
und vereinte neu sich in der Mitte = Mesos.
So entstand nun Lemesos.

Übrigens fahren heute wir gen Norden.
Wir erfahren, warum die Insel geteilt ist worden,
über politische Probleme, Grenzkontrollen und dergleichen.
Von Weitem schon sieht man das Flaggenzeichen
in den Berghang riesig eingefräst:
Sichel und Stern
von fern,
doch darunter die Schrift
von hier nicht zu lesen ist.

Lefkosia, die geteilte Stadt
eine hohe 3 km lange Stadtmauer hat,
einst gebaut von den Venetianischen Herrschern.
Durch drei kleine Tore gelangte damals man hinein.
Ein Wassergraben musste auch sein.
Schon stehn wir vorm Erzbischöflichen Palais,
Makarius' steinerne Büste trohnt davor in der Näh'.
Hinter einem eisernen Tor
lugen noch seine zwei riesigen Wägen hervor,
A K  am Nummernschild gut zu lesen.
Gleich nebenan sind wir dann in der Fresken-beladenen Johannis-Kirche gewesen.
Sehr interessant auch das Ikonen Museum.
Dann ist es Zeit für einen Gottesdienst.

Wieder im Bus
man die Pässe einsammeln muß,
denn jetzt haben wir 2mal Grenzkontrolle.
Endlich auf der Türkischen Seite,
geht es in Begleitung einer lokalen Dame weiter.

Zwischen Lefkosia & Pentadaktylos Gebirge
liegt die sog. Mesaoria, ein Plateau.
Hinauf zur Passhöhe müssen wir dann sowieso.,
und drüben wieder bergab,
wo's die Kleinstadt Keryneia hat.
In seiner Nähe das Dorf Bellapais am Hang.
Wir wandern ein Stück entlang
bis zur riesigen Prämonstratenser Abtei,
die auf einem Felsvorsprung stand frei.
Dieser, einst meisterliche gotische Bau
stellt noch heute zur Schau
bedauerlich seine Zerstörung durch die Osmanen.
1910 bis 12 baute man nur die Kirche wieder auf,
der Rest ist Ruine.
Es liegt nun der Segen dreier Bischöfe drauf,
die sich auch in Famagusta's Handelskirche den Segen holen.
Da der Mittag bereits überschritten
tat man um eine Pause bitten.
Zu fünft genossen wir apple pie und Türkischen Kaffee.
Juchee!!!

Die Wasserburg von Keryneia ist umspült vom Meer.
Einst betrat man sie über eine Zugbrücke, bittesehr.
Dicke Mauern, kleines Tor
leiten in den Innenhof uns vor.
Wir hören von Venetianern & Franken,
denen die Kerynianer diesen Schutzbau verdanken.
Auch das gehobene Schiffswrack war interessant.
Gut erhalten ward es gebracht an Land.
Dieses Handelsschiff samt seiner Ware
lag am Grund über 2.300 Jahre!!
Viele Getreidemühlen fand man aus Stein
und Amphoren für Wein.
Auch die Aussicht auf den Hafen von hier oben
muß man loben.

Auf der Rückfahrt machen noch einmal wir Halt bei der Agia Sophia,
der einstigen Königin-Kirche von Lefkosia,
gebaut im 13. Jahrhundert im Gotischen Stil.
Davon sieht man heute noch viel,
doch nach Osmanischer Manier
gibt es keinen Schmuck mehr hier
außer dem dicken Gebetsteppich über den Boden gespannt
von Wand zu Wand.
Kinder tollen darauf laut herum
ohne Rücksicht auf anderes Publikum,
das sich ohne Schuhe, und mit Kopftuch die Frauen,
tun im weißen Innenraum  sich umschauen.
Genug vom Kinderlärm, beginnt nun auch der Muezzin sein Rufen.
Wir verlassen die Stufen.

Zu Fuß geht es nun durch geschäftige Gassen,
die ahnen lassen,
was sich die Menschen hier so kaufen.
Wir laufen
an Allem vorbei
bis zur Karawanserei.
Seit 1572 besteht sie schon.
Einstens für die Händler mit ihren Tieren
kann man heutzutage gut hier flanieren
in Kaffees und dergleichen.
Wir aber schleichen
nach Labung mit Limonade
wieder zurück zu unserm Bus. Schade.
 

Ein langer Tag klingt aus
mit gutem Schmaus.

 

Donnerstag, 27.4.2017

Wieder begrüßt uns ein strahlender Tag.
Was er uns heute wohl bringen mag?!:
Hinauf in die Gebrigsdörfer geht’s.

Während der kurvigen Fahrt erfahren wir
über's Schulwesen auf der Insel hier:
1812 gab's schon die erste Schule,
Pflicht sie zu besuchen aber nicht.
Erst 1964 wurde das Lernen Pflicht
für Kinder ab dem siebten Jahr:
Kindergarten für ein Jahr,
sechs Jahre Grundschule fürwahr,
drei dann im Gymnasium
verlängert noch im Lyzeum.
Eine Uni gibt es erst seit 1980,
doch sie macht sich.

Inzwischen fahren wir in kurvigen Höhen
auf engen Sträßchen und sehen
viel Vegetation:
Kiefern kennen wir schon
aber hier stehen auch Erlen & Silberpappeln.
Weinstockterassen, Feigen, Walnussbäume
füllen die Räume,
auch Zedern & Mandelbäume.
Hübsch weißblühend sind die wilden Kichererbsen.

So erreicht man 1800 Meter Höhe auf Troodos vulkanischer Erde.
Kaum Pferde
aber Kamele und Esel
sind einst die Lastenträger gewesen.
Da hält man auch schon im Dorf Lagoudera.
Im Augenblick ist uns're Gruppe alleine da.
Das ist schön.
Drin in der Kuppelkirche ist es finster
doch ohne Gespenster.
Wunderbar mit Fresken bestückt
sind die Wände. Man ist beglückt,
diese Pracht sehen zu dürfen.
Am frischen Brunnen im Hof tut man Quellwasser schlürfen.
Von außen betrachtet
ist diese Kirche überbaut mit steilem Schindeldach,
dadurch einerseits als Gotteshaus nicht gleich zu erkennen,
und andererseits kann Regenwasser besser abrinnen
und drinnen
bleiben die edlen Fresken trocken!!
Glocken-
turm gibt es keinen,
denn das Haus gibt den Anschein von Scheunen.
Rechenaufgabe: Christen mussten flüchten 6.701 nach Adam!
Wer dies kann
kommt angeblich zum Jahr 1191 anno domini.
Die Kirche ist Marien geweiht
und es ist Zeit
sich die Fresken genauer erklären zu lassen:
Da erkennt man den Petrus und die Taufe des geschlechtslosen Jesus im Jordan.
Paulus ist auch zu erkennen, doch war er damals noch kein Apostel.
In der Kuppel ganz oben Gottvater, der Pentokrat,
darunter die Engel und die Evangelisten.
Die Ikonostasenwand   hat die Heilige Pforte offen!,
welches ich noch nie angetroffen.
So kann ich sehen in der Apsis den Altar.
Er ist wunderbar
dekoriert mit dem Kreuz und anderen Emblemen.
Auch die Wandlungsnische ist zu erkennen.
Unbedingt muß ich noch nennen
das wunderbare Fresko von 'Marias Schlaf',
wie die Himmelfahrt genannt in der Orthodoxie.
Ganz schön wie nie
empfand ich sie:
Über ihrem Haupt
ist eine Blase, wo man glaubt
Sohn Jesus zu sehen mit der Seele Mariens im Arm.
So viel Charm!!
hat des Künstlers Idee.
Dieses Kleinod ist noch heute die Kirche der Dorfbewohner.

Wir hören, daß es vor der Zeit des  Ikonenkriegs sehr viele aktive Klöster gab.
Die Insel deshalb den Beinamen 'Land der Frommen und Heiligen' erwarb.
67 Klöster sind heut' noch aktiv,
130 verlassene gibt’s!! 

Beeindruckt verlassen wir diesen heiligen Ort
und fahren Richtung Asinou fort.
Doch dort ist das Kircherl heut nur noch Museum.
In seinem Innern sehen wir uns um:
besonders interessant
schien mir die Wand
mit der Geschichte der 40 Märtyrer aus Syrien,
die ängstlich sind und frieren.

Da es nun schon Mittagszeit
haben wir es gar nicht weit
bis zu einem Landgasthof.
Hier wartet auf uns ein traditionelles Meze.
Die Idee,
viele verschiedene Gerichte zu probieren
ohne genieren.
Die Freude bei mir war groß,
denn besonders das gereichte Lamm war famos!!
Vorher rückten zu Hauf
andere Speisen auf.
Und über uns im Gebälk allenthalben
schwirrten ein und aus die Mehlschwalben.
Wir bedanken uns höflich und sagen Ade.

Weiter fahren wir wieder auf kurvigen Straßen.
An einem Punkt hat man uns aussteigen lassen.
Es war im Dorf Kakopetria.
Eine gepflasterte enge Gasse führte bergan.
An den Häusern die Naturziegel der Wände man sehen kann
und herrliche Holzbalkone.
Trotz wenig Wassers zieren diese viel bunte Blumen.
Angekommen
vor der Kirche.
Sie heißt „Sankt Nikolas vom Dach“.
Wieder zeigt dieses weder Kuppel, noch ist es flach,
sonbdern sehr  steil über die Kuppel gebaut,
weil den Osmanen man nicht traut.
Wieder ist der Innenraum mit Fresken verziert.
Man ist beeindruckt und fasziniert.

Bei der Rückfahrt sehen wir Amantos, den Asbeststeinbruch aus der Nähe.
Blühende Apfelbäume ich auch sehe.
Und schon sind wir angelangt im Tal. 

Abends noch Schwimmen im Meer, gut gegessen,
spaziert und beisammen gesessen.
Schön ist's gewesen!

 

Freitag, 28.4.2017

Wieder einmal ist es wolkenlos.
Was sind wir für Glückspilze blos!!
Richtung Osten geht es heute früh mit Larnaka als Tagesziel.
Im Griechischen heißt LARNAX  Graben.
Beerdigt soll man die Leute im Hause haben
und zwar mit Gaben,
die im Leben ihnen wichtig waren.
Man glaubte auch, daß ihre Seelen bei Tag schliefen,
aber in der Nacht
waren sie erwacht.

Die Ziege ist ein glücklich Tier
so sagt man von ihr.
Ernährt von Kräutern sich, ist frei,
kommt zum Melken nur herbei.
Diese Milch wird aufgekocht mit Lab.
Ist sie geronnen, seiht man sie ab,
presst sie durch ein Tuch,
der Bruch
wird Frischkäse genannt,
mit Salz und/oder Minze versetzt
hat man Haloumi jetzt.
Wir dürfen beide Arten verkosten.
Nach dieser Labung fahren wir in den Küstenbereich
und zwar zur Wallfahrtskirche von Kiti.
Vorbei geht’s an Kartoffeläckern
& Artischockenfeldern.
Auch seh ich Wollmispel & Ginster
sowie blühenden Riesenfenchel.
Angekommen bei der Angeloktistos
war viel los.
So sahen wir erst die drei Apsen von außen uns an,
wo man das Gestein von alt und neu erfühlen kann.
Die Latin-Kapelle ist der katholische Teil,
derweil
die beiden anderen orthodoxer Natur,
gebaut, sagt man, von den Erzengeln nur.
Drin das tolle Marienmosaik  aus dem 6. Jahrhundert
man bewundert,
nebst der prächtigen Ikonostase.

Vor der Kirche steht ein riesiger Baum,
man glaubt es kaum,
wohl 1.000 Jahr diese Terepint Pistazie!
Normalerweise wächst sie nur als Strauch.
Da sagt man uns auch,
daß sie auf 'geheiligtem' Boden stehen muß.

Der Tag ist bereits recht warm.
Da seh ich im Salzsee einen Schwarm
von Flamingos steh'n.
Auf seiner anderen Seite , im gleißenden Licht,
man eine riesige Moschee erblickt:
die dritt- oder viertwichtigste im Islam
nämlich die UMHARAM.
Diese Frau war die Amme des Mohammed gewesen.
Dort im Innenraum fand ich einen Davidstern.
Gewusst hätte ich gern
warum???
Angeblich war er einst als Emblem moslemisch!!!

Wieder mit unseren Schuhen vereint, war's nicht mehr weit zu unserem Bus,
der nun hinein nach Larnaka muß.
Sie ist die kleinste Stadt,
die die Insel hat.
Entlang der Palmenallee am Strand
sind bei der Lazaruskirche wir angelangt.
Sie hatte einst drei Kuppeln gehabt,
doch diese wurden schonungslos gekappt
in der Osmanischen Zeit.
Man sieht ihren einstigen Platz nur von innen heut'. 

In einem kleinen Kaffee
in der Näh',
aßen wir Artischocken-Bohnen Salat,
den man sich selbst zubereitet hat.
Auch der frisch gepresste Orangensaft
gab Flüssigkeit und Kraft
nachher noch zum Meer hin zu spazieren.
Es blies der Wind
als wir am Steg gestanden sind.
Unter uns küssten die Wogen den Sand.
Viele Badende waren am Strand.
Noch etwa 20 Minuten geschländert,
dann wieder die Richtung geändert
und zurück zum Bus,
der uns zur Marienkirche bringen muß.
Messe dort beendet
und uns heimwärts gewendet.
Da tat dann das Bad in der Flut
uns vier Grazien gut.

 

Samstag, 29.4.2017

Klar und strahlend grüßt uns der Morgen.
Es verfliegen Traum und Sorgen.
So bricht er an, unser letzter Ausflugstag,
der uns nach Famagusta bringen mag.

Während der langen Fahrt gen Osten auf der Autobahn
hören wir uns an
was Zenon erklärt:
staunend man erfährt,
daß edle Einfamilienhäuser gerne dort gebaut,
von wo aus man hin zur Autobahn schaut.
Erstens ist es Prestige und Stand,
Zweitens schaut man raus ans Meer oder ins Land.
Auch hier, wie überall,
ist es der Fall,
daß oben auf jedem Dach
der Wasser-Reservetank thront.
Wiederum hören wir auch,
daß es Brauch,
das Wasser zuzuteilen,
je nach Landgröße und Anbausaat.
Wenn man aufgebraucht es hat
bevor die Frucht noch ausgereift,---
man sprichwörtlich 'durch die Finger pfeift',
denn mehr bekommen tut man nicht.

Neben der Straß'
ist das Gras
bereits sehr trocken.
Man tut sorgfältigst es entfernen
damit kein Brand entsteht. Die Touristen müssen noch lernen,
ihre Glimmkippen im Aschenbecher zu lassen!

Offene Kuhställe hier fassen
Fleckvieh.
Im Freien ist dieses fast nie.

In der roten Erde hier
gedeihen Melonen & Kartoffeln sehr.
Auch gesäumt ist oft der Straßenrand
von einem blühenden Oleanderband.

Gerade sieht man zirka 10 m links der Straße Wachttürme stehen
und Türkische Soldaten auf-und ab gehen.
Sie bewachen der Insel Innen-Grenze.
Das Dorf Akna samt Kirche steht verlassen.
Wie mit dunklen  Augen blicken die Fenster auf die Straßen.
Wir hören über den Schmuggel von Drogen.
Opuntien blühen am Straßenbogen.

Durchfahrt durch ein Eisentor
ins Sovereign British Army  (SBA) Territorium.
Hier ist die Radar-Abhör-Station:
von 1,200.000 Nachrichten  pro Minute hörte man schon.
Das System heißt Echelon.

Gleich ist auch die Türkische Grenze da.
Passkontrolle schnell. Hurrah.
Herr Bülem steigt zu uns in den Bus,
der im Türk. Teil stets dabei sein muß.
Araucarien & Feigen wachsen auch hier
und die vielen Eucalypten sagen mir,
daß es feucht war einst, das Land.
Eucalypten trocknen auf, ist allbekannt.

Der Himmel ist dunstig und staubbeladen
als wir Richtung Salamis fahren.
Diese Ruinenstadt
die Grabstätte vom Hl.Barnabas hat.
Wir besuchen es in der Nekropolis.
Es steht auch eine kleine Kapelle
an dieser Stelle.
Ein Granatapfelstrauch
steht hier auch:
er ist Symbol für den Katholizismus.

Von hier aus wandern wir in riesigen Ruinen herum.
Gymnasium
war einst Schule für Körper und Geist,
auf die vielen Bäder man auch hinweist
mit sowohl Boden- als auch Wandbeheizung.
Viele Säulen noch in der Agora stehen
und auch wieder ein Theater wir sehen.
Marmorboden zum Teil noch erhalten.
Eine kleine komplette Säule  von ca. 1 m Höhe
mit Inschrift ich grad sehe.
Solche stammen meist aus Gräbern.
Die Inschrift darauf beinhaltet stets auch einen Fluch.

Toilettenbesuch
vor Weiterfahrt ins heutige Famagusta hinein.
Altstadt umgeben von 3 km langer riesiger Stadtmauer.
Reichste Stadt,
die einst 365 Kirchen beherbergt hat!!
Und nur zwei Tore: eines zum Meer & das zweite ins Land
sind heute noch bekannt.
Innerhalb dieser Mauer sind wir jetzt.
Die gotische Krönungskirche aus dem 13. Jahrhundert
haben wir zunächst von außen bewundert,
geweiht dem Hl. Nikolaus.
Innen aber sieht jetzt kahl sie aus,
denn heutzutag ist sie Moschee.

Vom Vorplatz aus schlendern durch die Altstadtgassen wir.
Vielleicht möcht' jemand auch ein Bier!?,
denn es ist warm und Mittag auch.
Da ruft der Muezzin, wie's Brauch,
schon zum Gebet.

Nach Jause
während der Pause
ist dieser Ausflug beendet
und man sich zur Rückfahrt wendet. 

Beim Hotel
Verabschiedung ganz schnell
von Guide Zenon und Fahrer Pandelis.
Schön mit Euch beiden es gewesen is'.

Ilse und ich stürzen uns noch ins Meer,
bittesehr!

Der Abschied von ihm fällt schwer.
Abends per öffentlichem Bus
man einige Stationen fahren muß.
Wir besuchen die Vorabendmesse
in der Katharinenkirche in Englisher Sprache.
Für mich eine tolle Sache.
Ich kenne die Lieder
und freute mich wieder
sie zu hören und singen.
So tat eine herrliche Woche ausklingen
mit Gottes Segen.
Er begleite uns alle auf weitern Wegen.

 

Aus ist der Schwank.
Herzlichen Dank.

Ingrid